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NEWsWm
Nationales Erfassungssystem von Waldschäden und deren Ursachen auf Grundlage des Waldschutzmeldewesens
Der Klimawandel stellt die Wälder in Deutschland vor große Herausforderungen. Um den zunehmenden Einfluss von Trockenstress, Stürmen und Schädlingsbefall auf unsere Wälder besser verstehen zu können, sind Informationen zu eingetretenen Schäden und Befall durch Schadinsekten und Krankheiten unerlässlich.
Bisher gibt es kein bundesweit einheitliches Erfassungssystem für Waldschäden, was die Forschung und die Koordination zwischen den Bundesländern erschwert. Um diese Lücke zu schließen, wurde das Verbundprojekt „Nationales Erfassungssystem von Waldschäden und deren Ursachen auf Grundlage des Waldschutzmeldewesens“ (NEWsWm) initiiert.
Das Verbundprojekt verfolgt das Ziel, ein nationales Waldschadensmeldesystem in Deutschland zu etablieren und damit die Grundlage für die Entwicklung wissenschaftlich fundierter Strategien zum Umgang mit Waldschäden zu schaffen. Es integriert die Daten der heterogenen Meldesysteme der Bundesländer in eine zentrale Datenbank, die biotische und abiotische Schadfaktoren im Wald erfasst und dokumentiert. Darüber hinaus wird eine Webanwendung entwickelt, die die Daten visualisiert und Analysen erleichtert. Durch die Harmonisierung der Daten aus den verschiedenen Quellen können Schadensursachen wie Schädlinge, Krankheiten oder klimabedingte Extremereignisse auf nationaler Ebene analysiert werden.
Im Teilvorhaben 5 der NW-FVA „Optimierung und Bereitstellung von Waldschutzmeldedaten aus Nordwestdeutschland“ soll eine Bereitstellung qualitätsgesicherter, georeferenzierter, anonymisierter und ggf. aggregierter Waldschadensdaten für den Bund implementiert werden. Zusätzlich soll das Waldschutzmeldeportal der NW-FVA, welches für Niedersachsen, Hessen, Sachsen-Anhalt und Schleswig-Holstein genutzt wird, optimiert werden.
Die gewonnenen Informationen unterstützen das Risiko- und Krisenmanagement im Wald und bieten eine fundierte Grundlage für nachhaltige waldbauliche Entscheidungen, insbesondere vor dem Hintergrund des Klimawandels. Darüber hinaus fördert das Projekt die Zusammenarbeit zwischen Bund und Ländern sowie die Einbindung in europäische Waldschutzsysteme.
- Julius Kühn-Institut, Institut für Strategien und Folgenabschätzung (Koordination des Verbundprojekts)
- Landeskompetenzzentrum Forst Eberswalde
- Bayerische Landesanstalt für Wald und Forstwirtschaft
- Staatsbetrieb Sachsenforst
- Forstliche Versuchs- und Forschungsanstalt Baden-Württemberg
- Landesforst Mecklenburg-Vorpommern
- Landesbetrieb Wald und Holz Nordrhein-Westfalen
- Landesforsten Rheinland-Pfalz
- ThüringenForst AöR, Forstliches Forschungs- und Kompetenzzentrum Gotha
- Ministerium für Umwelt, Klima, Mobilität, Agrar und Verbraucherschutz Saarland
Das Projekt wird aus Mitteln des Bundesministeriums für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat (BMLEH) durch die Fachagentur für Nachwachsende Rohstoffe e. V. (FNR) im Rahmen des Förderprogramms Nachhaltige Erneuerbare Ressourcen gefördert (Förderkennzeichen 2224NR147E).

