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Wissenschaftlichen Mitarbeit (m/w/d) im Projekt Waldrandbeweidung
Das Projekt:
Das Verbundprojekt „Weidetiere schaffen Landschaft – Gemeinsam für mehr Vielfalt im Hotspot 17“ wird im Hotspot der biologischen Vielfalt 17, dem „Werratal mit Hohem Meißner und Kaufunger Wald“ (Hessen, Niedersachsen, Thüringen), durchgeführt. Im transdisziplinären Partnerverbund werden neue Potenziale zum Ausbau der Biotopverbünde und zur Anpassung des Biotopmanagements unter zunehmendem Flächennutzungsdruck und sich verschärfenden Klimawandelbedingungen ausgelotet, erprobt und die Integration von multifunktionalen Nutzungskonzepten angestrebt. Die Universität Kassel (Fachgebiet Landschafts- und Vegetationsökologie) koordiniert die übergreifenden Arbeiten im Verbundprojekt. Weitere Verbundpartner sind der Geo-Naturpark Frau-Holle-Land, der Werra-Meißner-Kreis, der Landschaftspflegeverband Eichsfeld-Hainich-Werratal sowie die NW-FVA.
Das an der NW-FVA angesiedelte Arbeitspaket 1.4 „Dynamische Waldrandgestaltung durch extensive Beweidung“ befasst sich mit dem Erhalt und der dynamischen (Weiter-)Entwicklung von strukturreichen, halboffenen Waldrändern als Grenzbiotop (Ökoton) zwischen Offenland und Wald durch Beweidung. Das Hauptziel besteht darin, an rund zehn Standorten (Transektflächenpaaren) wissenschaftliche Erkenntnisse zu sammeln und zu erproben, inwieweit sich beweidete Waldränder als Habitate für gefährdete Arten lichter Wälder und halboffener Übergangsbereiche eignen und als Ausweichhabitate für klimawandelflüchtige Arten des Offenlandes dienen können. Auf den Transektflächenpaaren (beweidet/unbeweidet) findet eine Erfassung der Vegetation, der Waldstruktur (einschließlich der Baummikrohabitate) sowie ausgewählter Tiergruppen statt.
Ihre Aufgaben:
Wissenschaftliche Bearbeitung und Koordination der Projektinhalte, u. a. Festlegung der zu untersuchenden Waldrandbereiche und Transekte sowie Anpassung des Untersuchungsdesigns an die lokalen Verhältnisse in Abstimmung mit den Verbundpartnern, Flächeneigentümern und Weidetierhaltern. Eigene Durchführung von Felduntersuchungen und Arterfassungen (Vegetation, Waldstruktur, Vögel, Fledermäuse, Haselmaus, Reptilien) sowie Vergabe von Aufträgen und Einweisung von Unternehmern
Abstimmung mit Verbundpartnern und externen Kooperationspartnern
Wissenschaftliche Datenauswertung
Erarbeitung von Ergebnisberichten
Veröffentlichung der Ergebnisse des Vorhabens in anerkannten wissenschaftlichen Zeitschriften sowie in Form von praxisnahen Publikationen und Praxisinformationen, Miterstellung eines Video-beitrags
Präsentation der Projektergebnisse auf Tagungen und in Fachgremien
Durchführung eines interdisziplinären Praxisworkshops mit Akteuren aus Naturschutz, Landwirtschaft und Forst
Mitwirkung bei der Betreuung von Bachelor- und Masterarbeiten
Ihr Profil:
Ein mit Master oder Diplom abgeschlossenes Hochschulstudium der Forstwissenschaften, Biologie, Geographie oder vergleichbarer Fachrichtungen
Einschlägige Promotion und/oder durch Publikationstätigkeit nachgewiesene Befähigung zur wissenschaftlichen Arbeit
Vertiefte Fachkenntnisse in den Bereichen Waldökologie, Waldnaturschutz, naturschutzfachliches Monitoring, Waldstrukturerfassung, Bioakustik, KI-gestützte Artdetektion sowie Datenmanagement und -analyse
Hohes Maß an sozialer Kompetenz
Fähigkeit der systematischen Bearbeitung komplexer Vorgänge
Fähigkeit zu kommunikativer Arbeitsweise, Erkennen von komplexen Zusammenhängen und sicheres Urteilsvermögen
Führerschein der Klasse B
Befähigung und Bereitschaft zum mehrtägigen Außendienst im Projektgebiet
Vorausgesetzt werden eine ergebnisorientierte Arbeitsweise und ein hohes Maß an Arbeitsgüte sowie Eigeninitiative, selbständiges Handeln, Flexibilität und Verantwortungsbereitschaft im Rahmen der Aufgabenstellung. Die Bewerberinnen und Bewerber sollten über ein gutes Organisationsvermögen, hohe Einsatzbereitschaft, Teamfähigkeit und Kooperationsfähigkeit mit externen Institutionen verfügen.
Wir bieten Ihnen ein interessantes Berufsfeld im Kreis engagierter, innovativer Kolleginnen und Kollegen.
Der Arbeitsplatz ist nach Entgeltgruppe 13 der Entgeltordnung zum TV-L bewertet.
Der Dienstort ist Hann. Münden.
Als familienfreundlicher Arbeitgeber unterstützen wir Sie zudem bei einer flexiblen Arbeitszeitgestaltung, bieten vielfältige Formen der Teilzeitbeschäftigung sowie grundsätzlich die Möglichkeit der Nutzung des mobilen Arbeitens.
Die NW-FVA strebt in allen Bereichen und Positionen an, eine Unterrepräsentanz i. S. des NGG abzubauen. Daher sind Bewerbungen von Frauen besonders erwünscht und können nach Maßgabe des § 11 NGG bevorzugt berücksichtigt werden.
Bewerbende mit einer Schwerbehinderung werden bei gleicher Eignung, Befähigung und fachlicher Leistung ebenfalls nach Maßgabe der einschlägigen Vorschriften bevorzugt berücksichtigt. Eine Schwerbehinderung/Gleichstellung bitten wir zur Wahrung Ihrer Interessen bereits in der Bewerbung mitzuteilen.
Bewerbungen von Menschen aller Nationalitäten sind willkommen. Gute Kenntnisse der deutschen Sprache sind erforderlich; diese sollten mindestens Level B 2 nach dem Gemeinsamen Europäischen Referenzrahmen für Sprachen (GER) erreichen.
Eingangsbestätigungen/Zwischennachrichten werden nicht versandt. Es erfolgt keine Rücksendung der Bewerbungsunterlagen, insofern müssen mit der Bewerbung keine Originalunterlagen oder beglaubigte Kopien eingereicht werden. Diese werden ggf. im Zusammenhang mit der Einbeziehung der Bewerbung in das Auswahlverfahren nachgefordert. Sofern dennoch die Rücksendung der Unterlagen gewünscht wird, ist den Bewerbungsunterlagen ein frankierter Rückumschlag beizulegen. Andernfalls werden die Bewerbungsunterlagen nach Abschluss des Ausschreibungsverfahrens vernichtet.
Für Bewerbungen per E-Mail nutzen Sie bitte unser E-Mail-Konto bewerbungen
nw-fva.de. Auch hier gelten die oben genannten Regelungen bei Einbeziehung der Bewerbung in das Auswahlverfahren.
Um das Bewerbungsverfahren durchführen zu können, ist es notwendig, personenbezogene Daten zu speichern. Durch die Zusendung Ihrer Bewerbung erklären Sie sich einverstanden, dass wir Ihre Daten zu Bewerbungszwecken unter Beachtung der Datenschutzvorschriften elektronisch speichern und verarbeiten. Weitere Informationen zum Datenschutz entnehmen Sie bitte der Datenschutzerklärung für Bewerberinnen und Bewerber.
Haben wir Ihr Interesse an dem beschriebenen Aufgabengebiet geweckt? Dann freuen wir uns über Ihre aussagekräftige Bewerbung bis zum 03.03.2026 unter Nennung des Kennwortes „WM Waldrandbeweidung“ an die
Nordwestdeutsche Forstliche Versuchsanstalt
-Zentrale Stelle-
Grätzelstraße 2
37079 Göttingen
Weitere Auskunft zum Aufgabenbereich erteilen Ihnen gerne Herr Dr. Schmidt (Tel.: 0551/69401-235; marcus.schmidt @nw-fva.de) und Herr Dr. Meyer (Tel.: 0551/69401-180; peter.meyer
nw-fva.de) bzw. bei Fragen zum Auswahlverfahren Herr Dr. Leefken (Tel.: 0551/69401-112; georg.leefken
nw-fva.de).